| 2008 |
Kurzeinschätzung 2008Mit den News 2008 wurde die unserem Symposium eigene kritische Diskussion aktueller Probleme der Gefäßmedizin akzentuiert. Wie in den vergangenen Jahren ging es um die Weiterentwicklung endovaskulärer Stützsysteme. Sowohl Anastomosentechniken mit gecovertem Stent, bioarterielle Ersatzmaterialien und resorbierbare Stents wurden vorgestellt. Bei allem Fortschritt kommt es natürlich auch zu Komplikationen und Rückschlägen. Deshalb muss sehr genau zwischen dem Zugangstrauma der offenen Gefäßchirurgie und der Langzeitprognose von Stentgrafts differenziert werden. Die besten Ergebnisse werden in fest gefügten geschlossenen Ärzteteams erreicht.Interdisziplinarität ist ein Markenzeichen unseres Symposiums. Dieses Ziel widerspiegelte sich in 2 Sitzungen zum Gefäßtrauma. Es wurde deutlich, dass nur entschlossenes gemeinschaftliches Handeln aller „Traumatherapeuten“ erfolgsversprechend ist. Dieser Ansatz gilt auch für vaskulär orientierte Onkochirurgie, die neue Ausblicke für eine patientenorientierte Radikalität bietet. Gemeinsam mit namhaften Phlebologen wurden neue Therapiekonzepte bei der tiefen Venenthrombose besprochen. Hier gilt es ebenfalls um den Einsatz endovaskulärer Verfahren, insbesondere zur Rekonstruktion chronischer Verschlussprozesse. Höhepunkt war die Vorstellung des landesweit etablierten Thrombosemanagements in den Niederlanden. Erfrischend war das Forum junger Gefäßmediziner, die sich mit Hilfe ihrer Lehrer hervorragend präsentierten und eine stabile gefäßmedizinische Zukunft garantieren. Das 23. Berliner Gefäßchirurgische Symposium hat vorausschauend die Weichen für eine Ära der multimodalen Gefäßmedizin gestellt. |
